Frequently Asked Questions

Kann neben dem Teilwertverfahren auch ein Anwartschaftsdeckungsverfahren genutzt werden?

Ja. Das zur Erfüllung des §6a EStG erforderliche Teilwertverfahren ist ein Anwartschaftsdeckungsverfahren.

Gibt es die Möglichkeit, mit dem Programm ein Anwartschaftsbarwertverfahren zu nutzen?

Ja, HPR 6 bietet die Möglichkeit, neben dem Teilwertverfahren die Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), welches am 29. Mai 2009 in Kraft getreten ist, zu erfüllen. Zu diesem Zweck wurde zusätzlich ein Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ergänzt.

Wie wird HPR lizenziert?

HPR benötigt je eine Lizenz für jeden Arbeitsplatz auf dem HPR Installiert wird. Zusätzlich wird noch für jeden Anwender eine Lizenz für die verwendete Heubeck Richttafeln benötigt.

Welche Hardware Voraussetzungen bestehen?

Das Programm HPR kann auf jedem aktuellen Standard-PC betrieben werden. Es benötigt keine über die MS-Windows Mindestanforderungen hinausgehenden Speichergrößen.Die Installation von HPR benötigt ca. 20 MB Festplattenplatz, hinzukommen ca. 200 MB je 1000 Personen im Bestand.
Es besteht die Möglichkeit, den Bestand auf einem Server im Netzwerk abzulegen.
HPR ist auf einem Windows Terminal Server lauffähig.

Welches Betriebssystem benötige ich?

MS Windows 2000 mit Service Pack 4
MS Windows XP mit Service Pack 2
MS Windows Vista
MS Windows 7 (32 oder 64bit)
MS Windows 8/8.1
MS Windows 10

HPR ist in einem Terminalserver lauffähig.

Brauche ich zum Betrieb eine zusätzliche Software?

Nein - eine zusätzliche Software muss nicht lizenziert werden. HPR installiert ggf. noch nicht vorhandene Komponenten von Crystal Reports und MS .Net Framework 2.0.

Welche technischen Grundlagen benutzt HPR?

Die Datenbasis ist eine MS Access-Datenbank, .mdb oder das neuere .accdb. Bei größeren Bestanden besteht die Möglichkeit einen MS SQL Server zu verwenden.
Für Auswertungen werden Komponenten von Crystal Reports verwendet.

Kann ich Daten aus der Personalbuchhaltung übernehmen?

Bei den Produktversionen HPR Professional und HPR Kommunal steht eine Schnittstelle zur Verfügung. Diese kann für den Import von Daten für Aktive und Leistungsempfänger aus dem Personalbuchhaltungssystem (z.B. SAP, Loga...) verwendet werden.

Welchen Leistungsumfang hat ein Aktualisierungsabonnement für die Kommunalversion?

Die Aktualisierung der Besoldungstabellen umfasst je nach Erfordernis Bundes- oder Landesbesoldungsrecht.
Im Leistungsumfang eines Aktualisierungsabonnements sind eventuell erscheinende neue Versionen der Software, nicht jedoch Heubeck-Lizenzen und neue Produktoptionen enthalten.

Gibt es ein Aktualisierungsabonnement für die Standard- oder Professionalversion?

Nein. Nach Erscheinen neuer Versionen werden Update-Angebote verfügbar gemacht.

Ich habe gerade installiert. Meine Lizenznummer geht nicht!

Bitte überprüfen Sie, ob Sie anstelle eines l eine 1 oder umgekehrt eingegeben haben.

Mir ist das Zusammenspiel von Zusagedatum und Dominanz bei der Beamtenversorgung unklar!

Eintrittsdatum: Das ist die rechnerische Basis für den Finanzierungsbeginn. Ausnahme ist das Einkommensteuerrecht, wo je nach Alter das 27., 28. oder 30. Lebensjahr als Finanzierungsbeginn anzusetzen ist.

Zusagedatum: Meistens ist in der Beamtenversorgung das Eintrittsdatum auch das Zusagedatum. Nur in Fällen der Privatwirtschaft ist das oft später, da erst nach einer Betriebszugehörigkeit von x Jahren eine Versorgungszusage erteilt wird.

Anrechnungsbeginn: In der Regel stimmt dieses Datum mit dem Eintrittsdatum überein. In der Beamtenversorgung wird es zurückliegend angegeben, wenn Vorzeiten wie Studienzeit/Wehrdienst angerechnet werden soll. Rechnerisch wichtig ist es für den Vektor. Der Vektor wird gebildet ab Anrechnungsbeginn und ist deshalb ggf. höher.

Dominanz: Die Dominanz regelt, ob Anrechnungsbeginn oder Eintrittsdatum als Finanzierungsbeginn genommen werden soll. In der Regel ist es der Eintritt. Alles andere sind Spezialfälle, die von Aktuaren angewandt werden.

Wie berücksichtige ich für handelsrechtliche Bewertungen den Gehaltstrend bei ATZ-Fällen?

Aus historischen Gründen ist gegenwärtig das ATZ Bewertungsverfahren getrennt von den Rechengrundlagen (versicherungsmathematisches Verfahren) erfassbar. Bei der Berücksichtigung eines handelsrechtlichen Gehaltstrends für ATZ Fälle muss beachtet werden:

1.) Das ATZ Rechenverfahren kann je Person eingestellt werden. Wenn dort „Rechengrundlagen“ steht, dann wird das in den Rechengrundlagen eingestellte ATZ Rechenverfahren übernommen, sonst nicht.

2.) Da die Berücksichtigung von Trends in HPR mit Ergänzung um BilMoG Fähigkeiten ergänzt worden ist, muss zusätzlich zum gewünschten ATZ Rechenverfahren in den Rechengrundlagen ein HGB Verfahren ausgewählt werden, um den Prozentsatz für den zu berücksichtigenden Gehaltstrend erfassen zu können.

3.) Beim ATZ- Pauschalwertverfahren wird kein Trend berücksichtigt, da dort nach aktueller Meinung unterschiedlicher WPs nicht statthaft. Bei allen anderen ATZ Rechenverfahren wird der in den Rechengrundlagen erfasste Trend berücksichtigt und in Auswertungen dokumentiert.